{"id":1965,"date":"2019-04-07T00:00:00","date_gmt":"2019-04-07T00:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/sk-bebenhausen.schachvereine.de\/?p=1037"},"modified":"2019-04-07T00:00:00","modified_gmt":"2019-04-07T00:00:00","slug":"schoenbucher-retten-sich-mit-der-letzten-partie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sk-bebenhausen.schachvereine.de\/?p=1965","title":{"rendered":"Sch\u00f6nbucher retten sich mit der letzten Partie"},"content":{"rendered":"<p>Sch\u00f6nbucher retten sich mit der letzten Partie<\/p>\n<p>STUTTGART-VAIHINGEN. Auch beim Schachspiel leben Todgesagte l\u00e4nger. In der neunten und letzten Runde der Oberliga W\u00fcrttemberg gewann der Schachklub Bebenhausen 1992 ein legend\u00e4res Entscheidungsspiel gegen die TG Biberach mit viel Gl\u00fcck mit 4,5:3,5. Genau dieses Ergebnis war f\u00fcr den Verbleib in der dritth\u00f6chsten Spielklasse Deutschlands mindestens notwendig. \u00dcberraschenderweise m\u00fcssen nun die Oberschwaben in die Verbandsliga absteigen. Ebenfalls eine Klasse nach unten geht es f\u00fcr den SK Sontheim an der Brenz, w\u00e4hrend die Stuttgarter Schachfreunde 1879 als W\u00fcrttembergischer Meister in die Zweite Bundesliga aufsteigen.<\/p>\n<p>Die vom Schachverband W\u00fcrttemberg organiserte gemeinsame zentrale Endrunde der Oberliga W\u00fcrttemberg 2018\/2019 war wieder einmal ein voller Erfolg. Zahlreiche Zuschauer wollten im Stuttgarter Hegel-Gymnasium die Entscheidungen um Auf- und Abstieg sehen. Die Begegnung zwischen Bebenhausen und Biberach begann f\u00fcr beide Seiten mit personellen \u00dcberraschungen. W\u00e4hrend Bebenhausen auf Altmeister Christoph Frick verzichten musste, fiel bei Biberach der ehemalige Bebenh\u00e4user Jugendspieler Andr\u00e9 Fischer aus, der sonst gemeinsam mit dem weiteren Ex-Bebenh\u00e4user Bernhard Sinz das Biberacher Spitzenduo bildet. Fast alle Spieler begannen \u00fcbernerv\u00f6s und es entwickelte sich ein Wettkampf auf sehr m\u00e4\u00dfigem Niveau. Leider waren wie schon w\u00e4hrend der gesamten Saison einige Goldersbacht\u00e4ler er\u00f6ffnungstheoretisch schlecht vorbereitet. Die Partien von Georg Braun an Brett 1 und von J\u00fcrgen Roth (Brett 6) bereiteten bald gro\u00dfe Sorgen, w\u00e4hrend nur Andreas Carstens (4) und Rudolf Br\u00e4uning (2) ihre Gegner &#8211; wie in der Teambesprechung geplant &#8211; mit Wei\u00df unter Druck setzten konnten. Br\u00e4uning zeigte dann auch die besten Nerven und brachte seine Mannschaft mit einem verdienten Sieg gegen die franz\u00f6sische Verteidigung in F\u00fchrung. Ein gro\u00dfer Schock hingegen war das Remis von Carstens, dessen Punkt seine Mannnschaftskameraden schon fest eingerechnet hatten. In der Er\u00f6ffnung \u00fcberspielte Carstens seinen Gegner und verleibte sich einen Bauern nach dem anderen ein. Doch dann wurde der Bieringer unvorsichtig und geriet in einen gegnerischen Angriff, aus dem er nur mit Gl\u00fcck mit einem Dauerschach entkam.<\/p>\n<p>Durch zwei ganz schwache Partien gerieten die Goldersb\u00e4cht\u00e4ler auf die Verliererstra\u00dfe. Roth opferte im Mittelspiel zu optimistisch einen Bauern und wurde anschlie\u00dfend \u00fcbel ausgekontert. Auch Farhad Khadempour (3) hatte wieder einmal einen schlechten Tag erwischt. Obwohl er eigentlich eine gute Stellung hatte, verlor er in Zeitnot v\u00f6llig die Nerven und jede \u00dcbersicht.<\/p>\n<p>Beim Zwischenstand von 1,5:2,5 war der Bebenh\u00e4user Klassenerhalt in weite Ferne ger\u00fcckt. Zwar konnte Boris Latzke (5) seinen Gegner positionell \u00fcberspielen und in ein Endspiel mit Mehrbauer abwickeln, aber Joachim Kitzberger (8) geriet nach einigen zweifelhaften Entscheidungen im Mittelspiel in eine missliche Lage. Sorgen bereiten zudem die immer noch kritische Stellung von Braun und die von David Wendler (7), der Kompensation f\u00fcr ein Bauernopfer nachweisen musste. Doch dann fasste sich Wendler ein Herz, wickelte in ein ausgeglichenes Endspiel mit Turm und L\u00e4ufer ab, in dem er dann seinen Gegner gnadenlos \u00fcberspielte. Die Partie zwischen Braun und Sinz eskalierte in einer wilden Zeitnotschlacht, in welcher Sinz eine Figur f\u00fcr drei Bauern opferte. Nur um Haaresbreite entging der Riedericher einer Niederlage und gewann schlie\u00dflich \u00fcbergl\u00fccklich im Endspiel. Schlie\u00dflich war es Latzke verg\u00f6nnt, mit einem Sieg im Springerendspiel den Mannschaftserfolg und damit den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen, so dass die Niederlage von Kitzberger nicht mehr ins Gewicht fiel.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bebenh\u00e4user endete damit eine sehr durchwachsene Oberliga-Saison mit einem Happy-End. Die M\u00e4r vom &#8222;Ph\u00e4nomen Bebenhausen&#8220; und &#8222;den Unabsteigbaren&#8220; machte unter den zahlreichen Zuschauern wieder einmal die Runde. In der Endtabelle belegen die Sch\u00f6nbucher mit 6 von m\u00f6glichen 18 Mannschaftspunkten und 34,5 von m\u00f6glichen 72 Brettpunkten den achten Tabellenplatz. Nur aufgrund des direkten Vergleichs steht Biberach auf dem neunten Platz und muss absteigen.<\/p>\n<p>Unter den Bebenh\u00e4usern Stammspielern ist Boris Latzke hervorzuheben, der in dieser Saison am 6. Brett starke 7 Punkte aus 9 Partien erzielte. F\u00fcr dieses Ergebnis erhielt er von Verbandsspielleiter Carsten Karthaus den Preis f\u00fcr den Topscorer der gesamten Oberliga. Sehr erfreulich war auch die Punkteausbeute von Nachwuchstalent David Wendler (6 Punkte aus 9 Partien an Brett 8) und Spitzenspieler Georg Braun (5,5 Punkte aus 9 Partien).<\/p>\n<p>Das Ende der Oberliga-Saison bedeutet f\u00fcr die st\u00e4rksten Vereinsspieler in T\u00fcbingen auch das Ende einer sehr intensiven Wettkampfphase. Nach der dramatischer Pokalniederlage gegen Berlin-Zehlendorf in Oranienburg vers\u00e4umten es die Goldersbacht\u00e4ler, in der Oberliga gegen Schmiden\/Cannstatt den Klassenerhalt klarzumachen. Bei der W\u00fcrttembergischen Blitz-Mannschaftsmeisterschaft qualifizierten sie sich dann mit einem stolzen 2. Platz f\u00fcr die Deutschen Meisterschaften und sammelten Mut f\u00fcr das Schicksalsspiel gegen Biberach. Trotzdem ist allen klar, dass es so nicht weitergehen kann. Die Mannschaft ist hoffnungslos \u00fcberaltert. Der Abstieg ist nur eine Frage der Zeit. Aber wie sollen die Sch\u00f6nbucher, die eine von wenigen Mannschaften sind, die Ihren Spielern keinen Cent bezahlen, in Zukunft in der dritth\u00f6chten Deutschen Spielklasse mithalten?<\/p>\n<p>Die Einzelergebnisse:<\/p>\n<p>SK Bebenhausen I &#8211; TG Biberach                       4,5:3,5<\/p>\n<p>Brett<\/p>\n<p>1. Braun, Georg &#8211; Sinz, Bernhard                           1:0<\/p>\n<p>2. Br\u00e4uning, Rudolf &#8211; Wei\u00df, Oliver                  1:0<\/p>\n<p>3. Khadempour, Farhad &#8211; Mack, Wolfgang      0:1<\/p>\n<p>4. Carstens, Andreas &#8211; Oberst, Thomas         \u00bd:\u00bd<\/p>\n<p>5. Latzke, Boris &#8211; Birkenmaier, Rainer            1:0<\/p>\n<p>6. Roth, J\u00fcrgen &#8211; Namyslo, Holger                 0:1<\/p>\n<p>7.Wendler, David &#8211; Schulze, Andreas             1:0<\/p>\n<p>8. Kitzberger, Joachim &#8211; Sokratov, Stanislav    0:1<\/p>\n<p>Alle Einzelergebnisse der 9. Runde der Oberliga: https:\/\/ergebnisse.svw.info\/show\/2018\/2305\/runde\/9\/<\/p>\n<p>Die Abschlusstabelle der Oberliga W\u00fcrttemberg 2018\/2019: https:\/\/ergebnisse.svw.info\/show\/2018\/2305\/<\/p>\n<p>Brettpunkte     Mannschaftspunkte<\/p>\n<p>1. Stuttgarter SF 1879                            47:25                      16:2<\/p>\n<p>  2. Heilbronner SV                                    42:30                      15:3<\/p>\n<p>  3. SC B\u00f6blingen                                    42,5:29,5                   12:6<\/p>\n<p>  4. SF Deizisau II                                    39,5:32,5                   10:8<\/p>\n<p>  5. SG Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd                  33,5:38,5                   10:8<\/p>\n<p>  6. SC Weiler im Allg\u00e4u                         38,5:33,5                     8:10<\/p>\n<p>  7. SK Schmiden\/Cannstatt 1880       32,5:39,5                     7:11<\/p>\n<p>  8. SK Bebenhausen                              34,5:37,5                     6:12<\/p>\n<p>  9. TG Biberach                                      34,5:37,5                     6:12<\/p>\n<p>10. SK Sontheim\/Brenz                         15,5:56,5                     0:18<\/p>\n<p>Topscorer der Oberliga W\u00fcrttemberg: https:\/\/ergebnisse.svw.info\/show\/2018\/2305\/topscorer\/<\/p>\n<p>Die Lve-Kommentierung der gemeinsamen zentralen Endrunde der Oberliga W\u00fcrttemberg 2018\/2019 auf youtube: &#8222;https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WZtLy9GFP44&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00f6nbucher retten sich mit der letzten Partie STUTTGART-VAIHINGEN. Auch beim Schachspiel leben Todgesagte l\u00e4nger. In der neunten und letzten Runde der Oberliga W\u00fcrttemberg gewann der Schachklub Bebenhausen 1992 ein legend\u00e4res Entscheidungsspiel gegen die TG Biberach mit viel Gl\u00fcck mit 4,5:3,5. 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