Schach Oberliga Württemberg // Ein Wunder in Schwäbisch Hall
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Bebenhausens Zweite mit sehr glücklichen Sieg beim Ex-Erstligisten
SCHWÄBISCH HALL. Einen sehr glücklichen Sieg errang die zweite Mannschaft des Schachklub Bebenhausen 1992 am 2. Spieltag der Oberliga Württemberg beim ehemaligen Erstligisten SK Schwäbisch Hall. Auf dem Papier hatten die mit einer halben Jugendmannschaft angereisten Schönbucher gegen die mit 3 Slowaken und 2 Tschechen verstärkte Legionärstruppe keine Chance.
Schon zu Beginn des Oberliga-Spitzenspiels hatten dann auch die Bebenhäuser Team-Senioren, die beiden FIDE-Meister Andreas Carstens und Dr. Sebastian Fischer an Brett 3 und 2 große Eröffnungsprobleme. Teamchef Lukas Kauth ließ sich davon am Spitzenbrett offenbar anstecken. Eigentlich stand Kauth sehr chancenreich, kam jedoch immer mehr ins Grübeln und verzockte dann seine Stellung in Zeitnot zum Verlust. Als Carstens nach einer chancenlosen Partie das 0:2 quittieren musste, rechnete sein mit immer größeren Sorgen kämpfender Vereinskamerad Fischer „mindestens mit einer 6:2-Niederlage.“
Einen ersten Hoffnungsschimmer stellte das Unentschieden von Fabian Mader (Brett 8) dar. Mader stand mit einer Qualität weniger glatt auf Verlust und konnte sich nur auf wundersame Weise mit Hilfe seines Gegners sehr glücklich retten. Die Punkteteilung von Oliver Omert (7) sollte jedoch einen schweren Rückschlag darstellen. In klar besserer Stellung lief dem Ex-Lindauer die Bedenkzeit davon, so dass er in Zeitnot in ein Remis durch dreifache Stellungswiederholung einwilligte.
Doch nun sollten die Goldersbachtäler den Hallern einen großen Kampf liefern. Zoran Klaric (4) lief zu alter Form auf und gewann souverän. Das 3:3 besorgte Semen Korenchenko (6). Nachdem der 18-jährige Ukraine-Flüchtling in der Eröffnung einige bange Momente zu überstehen hatte, spielte er noch eine Glanzpartie und fing seinen Gegner in einem spektakulären Mattnetz.
Nun schlug trotz Zeitnotproblemen die Stunde von Fischer, der einfach nicht aufgab und unermüdlich und immer zäher kämpfte. Lohn war ein nicht mehr für möglich gehaltener halber Punkt und übrig blieb ein völlig frustrierter Gegner. Nun lag beim Stand von 3,5;3,5 alle Last auf den Schultern des 14-jährigen Eduard Rau (5). Doch der Vollmaringer zeigte eiserne Nerven und spielt eine starke, aber die Nerven der zahlreichen Zuschauer nicht schonende – weil nicht fehlerfreie – Partie und gewann schließlich ein schwieriges Turmendspiel nach über 5 Stunden zum vielumjubelten 4,5:3,5-Sieg. „Das war glücklich und unverdient. Aber die Härte und das Durchhaltevermögen unserer Jungen sind schon beeindruckend.“ war Teamsenior Carstens beim abschließenden Teamessen erschöpft und begeistert.
Die nächste schwere Aufgabe wartet schon in Runde 3 am Sonntag, den 15. November 2026 um 10 Uhr auf die Schönbucher. Weil in Tübingen kein bezahlbares Spiellokal zu finden war, wird das Heimspiel gegen die zweite Mannschaft der Stuttgarter SF 1879 im Spiellokals des SC Rochade Metzingen, deren Spitzenspieler Schiedsrichter Prof. Dr. Mathias Mörsch ist, im Klosterhof 13 in 72555 Metzingen ausgetragen.
Die Einzelergebnisse:

Alle Einzelergebnisse der 2. Runde der Oberliga Württemberg: „https://ergebnisdienst.schachbund.de/bede.php?liga=olwu&runde=2„.
Die Tabelle der Oberliga Württemberg 2026/2027 nach der 2. Runde: „https://ergebnisdienst.schachbund.de/bedh.php?liga=olwu„.
