Bebenhausen gewinnt gegen Deizisau; Mitfavorit Stuttgart I stolpert über Ulm

Bebenhausen gewinnt gegen Deizisau; Mitfavorit Stuttgart I stolpert über Ulm

DEIZISAU. In der fünften Runde der Oberliga Württemberg erkämpfte sich der Schachklub Bebenhausen gegen die Schachfreunde Deizisau einen knappen 5:3-Sieg. Entscheidend dabei waren die Siege der frisch gebackenen deutschen Vereinsmeister Georg Braun, Danijel Gibicar und Philipp Kaulich.

Anfangs lief es für die Goldersbachtäler nicht gut. So hatte André Fischer am zweiten Brett mit Eröffnungsproblemen zu kämpfen. Glücklicherweise konnte er ein gegnerisches Remisangebot annehmen. Auch Rudolf Bräuning (1) und Joachim Kitzberger (8) erreichten in der Eröffnung keinen Vorteil und vereinbarten in ausgeglichenen Stellungen Remis.

Den ersten ganzen Punkt holte Jugendleiter Philipp Kaulich (7), der seinen Gegner im Angriff überrollte. Danijel Gibicar (6) sicherte sich vom Partieanfang an die besseren Chancen und entschied die Partie im Mittelspiel durch einen Damengewinn zu seinen Gunsten. Ein großer Rückschlag bildete die Niederlage von Andreas Carstens (5). Der Bebenhäuser verlor in einer guten Stellung den Überblick und daraufhin Material nach einem taktischen Schlag.

Beim Zwischenstand von 3,5:2,5 entbrannte an den zwei verbliebenen Brettern ein enger Kampf um jeden halben Punkt. Die Stellung von Georg Braun (3) war unklar, Boris Latzke (4) musste ein leicht schlechteres Endspiel verteidigen. Während Latzke seine Position nach und nach verbesserte, konnte Braun einen gegnerischen Fehler ausnutzen und seine Stellung zum Sieg führen. Die Partie von Latzke endete schließlich Remis.

Der Parallwettkampf zwischen Stuttgart I und Ulm endete 4:4. Damit hat Bebenhausen nach der fünften Runde die alleinige Tabellenführung übernommen. In der sechsten Runde am 09.02 spielt Bebenhausen zu Hause gegen Stuttgart I. Das Match wird voraussichtlich entscheiden, welche Mannschaft in die 2. Bundesliga aufsteigt, und kann ab 10:00 Uhr live in der Senioren-Begegnungsstätte Hirsch (Hirschgasse 9, 72070 Tübingen) in der Tübinger Altstadt verfolgt werden.

Schach-Oberliga

Bebenhausen verliert Spitzenduell gegen Stuttgart I mit 1,5:6,5

BEBENHAUSEN. In der sechsten Runde der Oberliga Württemberg musste der Schachklub Bebenhausen eine schmerzhafte Heimniederlage gegen die erste Mannschaft der Stuttgarter Schachfreunde hinnehmen. Die Gäste konnten wenige Tage vor dem Match um den Aufstieg in die 2. Bundesliga den chinesischen Weltklassespieler Chao Li für ihr Spitzenbrett und den serbischen Internationalen Meister Petar Benkovic für das zweite Brett verpflichten. Angesichts dieser Aufstellung war mit einer Bebenhäuser Niederlage zu rechnen, wenn auch nicht in der Höhe von 1,5:6,5.

Jan Dietzel erhielt am Spitzenbrett aus der Eröffnung heraus gute Chancen. Im weiteren Verlauf setzte sich aber die Spielstärke des chinesischen Großmeisters durch. Mit einer Niederlage musste sich auch Philipp Kaulich (7) abfinden. Der Goldersbachtäler fand in einer zweischneidigen Stellung nicht das richtige Spieltempo und wurde dann im Königsangriff besiegt. Besser machte es Fidemeister Rudolf Bräuning (2), der gegen seinen hochkarätigen Gegner zu einem verdienten Remis kam.

Boris Latzke (4) verlor in Zeitnot immer mehr die Kontrolle über seine Stellung, was sein Gegner, Fidemeister Igor Neyman, durch einen entscheidenden Königsangriff ausnutzte. Fidemeister Andreas Carstens (5) handelte sich in der Eröffnung ernsthafte Probleme ein und konnte seine Partie gegen die Großmeisterin und ehemalige Jugendweltmeisterin Vera Nebolsina nicht mehr retten. Einen halben Punkt holte Georg Braun (3) gegen den Internationalen Meister Andreas Strunski in einer fast fehlerfreien Partie. Joachim Kitzberger (8) konnte ein schlechteres Endspiel mit Läufer gegen Springer gegen den Fidemeister Christoph Mäurer nicht mehr halten. Schließlich erkämpfte sich Danijel Gibicar (6) im Turmendspiel noch knapp ein Remis.

„So ein Debakel darf auch nicht gegen so eine starke Mannschaft passieren“, so der ernüchternde Kommentar des Bebenhäuser Teamchef Rudolf Bräuning.

Für die Goldersbachtäler ist das Rennen um den Aufstieg in die 2.Bundesliga damit vorbei. Wegen weniger Brettpunkten wurden die Bebenhäuser auch von Schmiden/Canstatt überholt und finden sich nach der sechsten Runde nur noch auf dem dritten Tabellenplatz wieder.

Am 23.02 spielt Bebenhausen auswärts gegen Stuttgart II.

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