Sehr glücklicher Sieg für Bebenhausen
Sehr glücklicher Sieg für Bebenhausen
BEBENHAUSEN. Zu einem äußerst glücklichen Sieg kam die erste Mannschaft des Schachklub Bebenhausen 1992 in der 9. Runde der Oberliga Württemberg gegen die abstiegsgefährdete Schachgemeinschaft Schwäbisch Gmünd 1872.
Schon nach wenigen Zügen zeichnete sich bei Georg Braun am Spitzenbrett eine verheerende Niederlage ab. Doch der 23-jährige Mathematik-Student nahm sein Herz in beide Hände und begann zu kämpfen. Auch Andreas Carstens hatte an Brett 5 große Probleme und musste seine Dame gegen Turm und Springer opfern. Die erste entschiedene Partie war jedoch ein enttäuschenden Unentschieden von Jürgen Roth (Brett 7). Eine überzeugende Vorstellung zeigte Christoph Frick (3), der einen sicheren Schwarzsieg einfuhr. Den zweiten Gewinnpunkt für die Goldersbachtäler machte Carstens, der seinem Gegner immer mehr Material abgenommen hatte. Mit einer unglücklichen Niederlage setzte Farhad Khadempour (4) seine Pechsträhne fort. In der Zwischenzeit hatte sich Braun ins Remis gerettet und auch bei Teamchef Rudolf Bräuning (2) war eine Punkteteilung unabwendbar. Unnötig viel Spannung in den Mannschaftskampf brachte noch einmal Michael Knörzer (8), der seine vorteilhafte Stellung völlig überzog und eine Niederlagem quittieren musste. Beim Stand von 3,5:3,5 war es Boris Latzke (6) vorbehalten, mit einen Sieg nach einer abwechslungsreichen und nicht fehlerfreien Partie den umjubelten Mannschaftserfolg zu sichern.
In zwei Wochen müssen die Goldersbachtäler am 2. April 2017 zum Auswärtsspiel zu den Stuttgarter SF 1879 in die Landeshauptstadt.
STUTTGART. In der 10. Runde der Oberliga Württemberg gewann der Schachklub Bebenhausen auswärts gegen sechs Stuttgarter Schachfreunde mit 5,5:2,5.
Christoph Frick und Jürgen Roth siegten am zweiten bzw. sechsten Brett kampflos. Andreas Carstens (4) erreichte mit der königsindischen Verteidigung großen Vorteil, verspielte diesen aber und musste sich dann mit einem Remis begnügen. Ebenfalls einen halben Punkt erreichten Boris Latzke (5) und Michael Knörzer (7). Während Latzke in einem Endspiel mit Mehrbauern den Gewinn verpasste, konnte Knörzer eine Stellung mit schlechtem Läufer gegen Springer erfolgreich verteidigen.
Beim Zwischenstand von 3,5:1,5 war der Bebenhäuser Sieg bereits absehbar. Nach wechselvollen Partieverlauf hatte Joachim Kitzberger (8) im Schwerfigurenendspiel nämlich einen Bauern mehr, und Georg Braun (1) seinen Gegner positionell überspielt. Dagegen verdarb Farhad Khadempour (3) eine ordentliche Stellung und musste im Damenendspiel aufgeben. Dank Kitzbergers Sieg und Brauns Glanzpartie fiel diese Niederlage jedoch nicht mehr ins Gewicht.
Mit diesem Sieg endet Bebenhausens Saison versöhnlich; in der Schlussrunde am 23.04 haben die Goldersbachtäler spielfrei. Nach einigen Siegen am Saisonbeginn träumten die Bebenhäuser kurz von dem Aufstieg in die 2. Bundesliga, wurden dann aber durch knappe Niederlagen gegen Jedesheim und Schmiden auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der Aufstieg entscheidet sich nun zwischen Böblingen und Biberach; Bebenhausen wird voraussichtlich auf dem dritten Platz landen. Angesichts der katastrophalen Saison 2015/2016 ist der jetzige sichere Klassenerhalt ein Erfolg.
Eine großartige Saison spielten Andreas Carstens und Boris Latzke, die beide 8 Punkte aus 10 Partien sammelten, und dabei ungeschlagen blieben. Damit zählen sie zu den Topscorern der Liga. Aber auch die meisten anderen Bebenhäuser Stammspieler haben ordentlich gepunktet.