Bebenhausen kassiert Klatsche

Bebenhausen kassiert Klatsche

TÜBINGEN. In der sechsten Runde der Oberliga Württemberg musste die erste Mannschaft des SK Bebenhausen eine klare 2:6-Niederlage gegen den Sportverein Jedesheim einstecken. Keiner der Goldersbachtäler konnte gegen das Team aus Illertissen glänzen.

Rudolf Bräuning gewann am zweiten Brett kampflos. Unspektakulär verlief auch die Partie von Farhad Khadempour (6), der nach wenigen Zügen ein Remisangebot annahm. An den verbliebenen Brettern kamen die Tübinger aber schnell unter Druck. So geriet der ansonsten sehr starke Boris Latzke (5) in eine passive Stellung und konnte einen gegnerischen Königsangriff diesmal leider nicht abwehren.

Andreas Carstens (3) spielte auch nicht besser, obwohl alle ihre Hoffnung auf ihn gesetzt hatten, und ließ sich im Endspiel ausmanövrieren.

Bei dem Zwischenstand von 1,5:2,5 zeichnete sich bereits eine klare Niederlage für die Goldersbachtäler ab. Während Jürgen Roth (7) in einem offenen Sizilianer zu riskant spielte, landete Georg Braun (1) gegen den serbischen Großmeister Dejan Pikula in einem Turmendspiel mit Minusbauer. Schlecht stand auch Joachim Kitzberger (8), dessen Gegner in einem Damenendspiel über einen sehr gefährlichen Freibauern verfügte. Einziger Lichtblick auf Bebenhäuser Seite war die Partie von Christoph Frick (4), der seinen Gegner positionell überspielte. Nach Niederlagen von Roth und Braun konnte sich Kitzberger in die Punkteteilung retten, was bereits den Sieg für die Jedesheimer bedeutete. Tragisch endete die Partie von Frick. In der zweiten Zeitnotphase wollte der Goldersbachtäler die Partie durch einen Schlussangriff beenden, wurde dann aber ausgekontert und selbst Matt gesetzt.

Nach sechs Runden steht der Schachklub Bebenhausen auf dem siebten Tabellenplatz und schwebt in akuter Abstiegsgefahr. Am 18.02 spielt Bebenhausen auswärts gegen Tabellenschlusslicht Ulm. Ein Sieg würde den Goldersbachtälern voraussichtlich den Klassenerhalt sichern.

Tabelle der Oberliga Württemberg nach Runde 6: http://ergebnisse.svw.info/show/2017/2025/tabelle/

Alle Einzelergebnisse der Runde 6: http://ergebnisse.svw.info/show/2017/2025/runde/6/Schach-Oberliga

Bebenhausen mit Kantersieg im Abstiegskampf

ULM. Nachdem die erste Mannschaft des Schachklub Bebenhausen 1992 zuletzt zwei klare Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Jedesheim und Weiler einstecken musste, reisten die Schachkoryphäen vom Goldersbach mit großen Abstiegssorgen zum Aufsteiger SC Weiße Dame Ulm. Der Gastgeber hatte als letztjähriger Meister der Verbandsliga Süd selbst einen sehr schlechten Start in die Oberliga, sich in der Zwischenzeit aber akklimatisiert und durch knappe Ergebnisse aufhorchen lassen. So entwickelte sich in der Donaustadt ein Abstiegskampf mit großer nervlicher Anspannung und wenig spielerischer Klasse. Nach fast vier Stunden Spielzeit war noch völlig unklar, wer als Sieger aus dem Match hervorgeht. Auf Bebenhäuser Seite erarbeiteten sich zuerst Boris Latzke (Brett 5), Christoph Frick (4) und Jürgen Roth (7) bessere Stellungen, während die Partie von Joachim Kitzberger (8) große Sorgen bereitete. Latzke und Roth sorgten dann auch für die 2:0-Führung der Schönbucher. In der Zwischenzeit hatte jedoch neben Kitzberger auch Frick seine Stellung völlig verdorben, währden die anderen vier Bretter heiß umkämpft waren. Erleichterung bei den Bebenhäusern, als Kitzberger seine schwache Partie mit einem Remis durch Dauerschach noch retten konnte. Riesenjubel brandete auf, als der mit eisernen Nerven spielende Frick seinen Gegner doch noch überlisten konnte und mit dem 3,5:0,5 für die Vorentscheidung sorgte. Georg Braun willigte nach einer mäßigen Partie am Spitzenbrett in eine Punkteteilung im Turmendspiel ein. Der unkonzentriert spielende Andreas Carstens (3) sorgte mit seinem Erfolg für den Mannschaftssieg, den Farhad Khadempour (6) und Rudolf Bräuning (2) mit unverdienten Siegen gegen die nun völlig einbrechenden Ulmer in die Höhe schraubten. Den Goldersbachtälern war es fast unangenehm, dass sie die sympathischen Donaustädter mit 7:1 deklassiert hatten. Ulm ist bei zwei Absteigern bereits zwei Runden vor Schluss praktisch nicht mehr zu retten, währden die Schönbucher schwer aufatmeten.

In vier Wochen müssen die Goldersbachtäler am 18. März beim Tabellenzweiten Stuttgarter SF 1879 antreten.