Bebenhausen kassiert hohe Niederlage gegen Stuttgart
Bebenhausen kassiert hohe Niederlage gegen Stuttgart
STUTTGART. In der achten und vorletzten Runde der Oberliga Württemberg musste die ersatzgeschwächte erste Mannschaft des SK Bebenhausen eine klare 2,5:5,5-Auswärtsniederlage gegen die Stuttgarter Schachfreunde hinnehmen. Für großes Aufsehen sorgte eine spektakuläre Partie am Spitzenbrett, in der Georg Braun den einzigen Bebenhäuser Sieg erzielte.
Das Match begann mit einer farblosen Punkteteilung von David Wendler am fünften Brett. Spannender verlief die Partie von Ulrich Trettin (8), der jedoch in taktischen Verwicklungen die Übersicht und die Partie verlor. Eine gute Leistung zeigte Rudolf Bräuning (2), der im Damengambit gegen den serbischen Internationalen Meister Petar Benkovic standhielt und mühelos remisierte.
Beim Rückstand von 1:2 war die Bebenhäuser Niederlage kaum noch abzuwenden, da Joachim Kitzberger (6) seine Partie bereits in der Eröffnung irreparabel verpfuscht hatte, und Hubert Zwick (7) sich in gesunder Stellung grundlos auf ein zweifelhaftes Figurenopfer einließ. Eine Niederlage produzierte außerdem Farhad Khadempour (4), der taktische Komplikationen falsch einschätze und in einen Königsangriff geriet. In einer wilden Partie setzte sich schließlich Georg Braun (1) gegen den Internationalen Meister Mark Kvetny durch. Der Goldersbachtäler erreichte in der Sizilianischen Verteidigung eine vorteilhafte Stellung, was seinen Gegner zu einem aggressiven Turmopfer veranlasste. Nach einem Rechenfehler geriet Braun auf die Verliererstraße, aber bei beiderseitiger extremer Zeitnot konnte er die Partie durch einen taktischen Schlag doch noch drehen. Vergleichsweise ruhig und ausgeglichen verlief die Sizilianisch-Partie von Christoph Frick (3). Schließlich entstand ein Endspiel, in dem Frick einen Minusbauern durch sein Läuferpaar kompensierte und ein Remis erzielte.
Die neunte und letzte Runde der diesjährigen Oberliga-Saison findet am 22.04 statt und wird zentral in Stuttgart ausgerichtet. Der Schachklub Bebenhausen spielt gegen Heilbronn und hat das Heimrecht. Bereits eine Runde vor Schluss stehen die beiden Absteiger aus der Oberliga fest; der Schachclub Weiße Dame Ulm und der Schachverein Stuttgart-Wolfbusch spielen in der kommenden Saison wieder in den beiden Verbandsligen. Ebenso steht fest, dass Böblingen als Absteiger aus der 2. Bundesliga nächste Saison wieder in der Oberliga antritt. Beste Chancen auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga hat der Schachverein Jedesheim. Nur bei einer Niederlage in der Schlussrunde könnte das Team aus Illertissen noch von den Stuttgarter Schachfreunden überholt werden. Jedesheim spielt noch gegen Schwäbisch Gmünd, Stuttgart trifft auf Biberach.
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