Wie ein Absteiger
Wie ein Absteiger
DEIZISAU. In der zweiten Runde der Oberliga Württemberg präsentierte sich die erste Mannschaft des Schachklub Bebenhausen 1992 wie ein Absteiger. Bei der 3:5-Schlappe bei der Erstligareserve der SF Deizisau zeigte sich besonders die Mittelachse der Schönbucher indisponiert. An den Brettern 2 – 5 hagelte es nach teilweise indiskutablen Leistungen vier Niederlagen.
Zwar ging Bebenhausen durch einen sicher herausgespielten Sieg von Jürgen Roth an Brett 7 in Führung, aber an Brett 2 und 3 hatten Rudolf Bräuning und Christoph Frick einen ganz schlechten Tag erwischt. Bald mussten sie ihren Gegnern, dem rumänischen Internationalen Meister Ovidiu-Doru Foisor und der bosnischen Frauen-Großmeisterin Vesna Misanovic zum Sieg gratulieren. Nachdem Youngster David Wendler (8), der im Mannschaftssinne alles versuchte, ins Remis einwilligen musste und Andreas Carstens (5) gegen den ukrainischen Internationalen Meister Valerij Bronznik chancenlos verloren hatte, war bereits die Vorentscheidung gefallen. Zwar kamen die Schönbucher durch den Kampfpartien-Sieg von Boris Latzke (6) noch einmal auf 2,5:3,5 heran, aber die Stellung von Farhard Khadempour (4) verschlechterte sich Zug um Zug, so dass der 45-jährige seine Partie nicht mehr halten konnte. Wenigstens wurde die heroische Abwehrschlacht von Georg Braun am Spitzenbrett gegen den tschechischen Großmeister Stepan Zilka mit einer Punkteteilung belohnt. Das einzige zählbare Resultat, das Bebenhausen an den vorderen Brettern erzielte. Nach dem Spiel waren sich alle einig, dass die Bebenhäuser mit einer solchen Leistung bald den Weg in die Viertklassigkeit antreten müssen.
Noch ist es aber nicht so weit. Das nächste Schicksalsspiel steigt am 11. November 2018 gegen den Heilbronner SV.