Bebenhausen hofft wieder

Bebenhausen hofft wieder

WEILER IM ALLGÄU. In der siebten Runde der Oberliga Württemberg erkämpfte sich der Schachklub Bebenhausen einen knappen 4,5:3,5-Sieg gegen den Schachclub Weiler im Allgäu. Die Goldersbachtäler haben damit ihre Ausgangssituation für das Schicksalsspiel gegen Schachklub Schmiden/Cannstatt 1880 verbessert.

Der Wettkampf begann mit einer enttäuschenden Niederlage von Farhad Khadempour am 4. Brett. Früh stellte der Goldersbachtäler einen Bauern ein und verlor die Partie schließlich im Endspiel. Eine gelungene Partie spielte dagegen Boris Latzke (Brett 6), der in der Schottischen Eröffnung seine Theoriekenntnisse demonstrierte und souverän gewann. Mit einem wilden Kampfsieg brachte Jürgen Roth (7) die Bebenhäuser anschließend in Führung.

Trotz einer 2:1-Führung zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt noch kein Bebenhäuser Sieg ab. Der müde wirkende Rudolf Bräuning (2) war in einer hitzigen Zeitnotschlacht nicht auf der Höhe des Geschehens und Christoph Frick (3) verwaltete eine hoffnungslose Stellung mit mehreren Minusbauern. Hinzu kamen zwei chaotische und hochkomplizierte Stellungen bei Andreas Carstens (5) und David Wendler (8) sowie eine überlegene Stellung von Georg Braun am Spitzenbrett gegen den Internationalen Meister Thomas Henrichs. Noch vor der Niederlage von Bräuning zeigte Altmeister Frick seine unglaubliche Schlitzohrigkeit und rettete sich in ein Remis durch Dauerschach. Hiervon motiviert gewannen Carstens und Wendler die Oberhand in ihren Endspielstellungen. Als Wendlers Sieg feststand, sicherte Braun den Mannschaftserfolg durch eine Punkteteilung ab. Carstens gelang es am Ende nicht, sein vorteilhaftes Endspiel zu verwerten. Das Remis des Bieringers stellte jedoch den vielumjubelten 4,5:3,5-Sieg sicher.

Voraussichtlich müssen am Ende der Saison nur zwei der zehn Oberliga-Mannschaften absteigen. Der Abstieg des SK Sontheim/Brenz steht bereits fest. Am 24. März 2019 muss Bebenhausen zum Schicksalsspiel um den Klassenerhalt nach Schmiden. Der Verlierer dieser Begegnung hat nur noch äußerst geringe Chancen auf den Klassenerhalt, wenngleich die endgültige Entscheidung erst in der zentralen Schlussrunde am 7 April 2019 fallen wird.

Die Einzelergebnisse:

SC Weiler im Allgäu I – SK Bebenhausen I 3,5:4,5

Brett

1. Henrichs, Thomas – Braun, Georg ½:½

2. Balacek, Tadeas – Bräuning, Rudolf 1:0

3. Gregor, Jiri – Frick Christoph ½:½

4. Hasenohr, Benedict – Khadempour, Farhad 1:0

5. Wunder, Niklas – Carstens, Andreas ½:½

6. Srba, Milan – Latzke, Boris 0:1

7. Wunder, Fabian – Roth, Jürgen 0:1

8. Hosticka, Frantisek – Wendler, David 0:1

Alle Einzelergebnisse der 7. Runde: https://ergebnisse.svw.info/show/2018/2305/runde/7/

Die Tabelle der Oberliga Württemberg nach der 7. Runde: https://ergebnisse.svw.info/show/2018/2305/tabelle/

Brettpunkte Mannschaftspunkte

2. Stuttgarter SF 1879 36:20 12:2

1. SC Böblingen 35,5:20,5 12:2

3. Heilbronner SV 32:24 11:3

5. SF Deizisau II 30:26 8:6

4. SG Schwäbisch Gmünd 25:31 7:7

6. SC Weiler im Allgäu 30:26 6:8

7. TG Biberach 27,5:28,5 6:8

9. SK Bebenhausen 27,5:28,5 4:10

8. SK Schmiden/Cannstatt 1880 23:33 4:10

10. SK Sontheim/Brenz 13,5:42,5 0:14

Schach-Oberliga