Bebenhausen mit Kantersieg gegen dezimierte Schmidener
Bebenhausen mit Kantersieg gegen dezimierte Schmidener
BEBENHAUSEN. Der 7. Spieltag der Oberliga-Württemberg 2021/2022 stand
ganz im Zeichen der Coronapandemie. Rudolf Bräuning, Teamchef des
Schachklub Bebenhausen 1992, hatte in seinem 18-Kader fünf
Corona-positiv-getestete zu beklagen. So hatte Bräuning am Samstagabend
erst sieben Mann beisammen, als ihm nach 22 Uhr die entscheidende
Eingebung kam. Es könnte ja sein, dass auch andere Veranstaltungen den
Coronaviren zum Opfer fallen. Der erste Anruf hatte Erfolg: Soeben
musste der Skiurlaub von Werner Wendler storniert werden, so dass der
Würtinger am Sonntag in der Schach-Oberliga einspringen konnte.
Doch am Sonntagmorgen um 10 Uhr gab es lange Gesichter. Die Gäste vom SK
Schmiden/Cannstatt 1880 hatten wegen Corona nur fünf Spieler zusammen
bekommen, so dass Wendler an Brett 7 wie Farhad Khadempour (Brett 6) und
Christopher Freiherr von Hauff (8) kampflos gewann. Als sich auch an den
ersten fünf Brettern die Stellungen der Bebenhäuser gegen den
eigentlichen Angstgegner positiv entwickelten, war der Widerstand der
Schmidener schnell gebrochen. Nur Jürgen Roth (3) hatte in der
Eröffnungsphase mit schweren Problemen zu kämpfen.Für das 4:0 sorgte
Bräuning (2) nach einem taktischen Fehler seines Gegners. Das Remis von
Roth, der mit großer Mühe seine Stellungsprobleme lösen konnte, sicherte
bereits den Mannschaftssieg. Andreas Carstens (5) erhöhte mit seinem
Sieg nach einer spannenden Partie mit entgegengesetzten Rochaden auf
5,5:2,5. Eine positionelle Meisterleistung lieferte Georg Braun am
Spitzenbrett ab. Zug um Zug verbesserte er seine Stellung mit
mikroskopischen Finessen und schob seinen gewiss nicht schwachen Gegner
regelrecht zusammen. Bei Christoph Frick (4) rechneten alle mit einem
Remis durch Dauerschach, doch der Bebenhäuer Routinier wollte mehr und
spielte einfach auf Matt, was ihm einen Turm- und den Partiegewinn
einbrachte.
Die Tabelle zeigt wegen der zahlreichen verschobenen Mannschaftskämpfe
ein verzerrtes Bild. Der SK Bebenhausen grüßt von Platz 2 und ist
seit vielen Jahren endlich wieder einmal ohne Abstiegssorgen.
Weiter geht es bereits am kommenden Sonntag, den 20. März 2022 mit dem
Nachholspiel bei der Bundesligareserve des TSV Schönaich 1905.
Die Einzelergebnisse:
SK Bebenhausen I – SK Schmiden/Cannstatt 1880 7,5:0,5
Brett
1. Braun, Georg – Krockenberger, Martin 1:0
2. Bräuning, Rudolf – Löhr, Markus 1:0
3. Roth, Jürgen – Thoma, Christian ½:½
4. Frick, Christoph – Eisele, Steffen 1:0
5. Carstens, Andreas – Hamburg, Arthur 1:0
6. Khadempour, Farhad – kampflos +:-
7. Wendler, Werner – kampflos +:-
8. Freiherr von Hauff, Christopher – kampflos +:-
Alle Einzelergebnisse der 7. Runde der Oberliga:
„https://ergebnisse.svw.info/show/2021/2887/runde/7/
Die Tabelle der Oberliga Württemberg 2021/2022 nach der 7. Runde:
„https://ergebnisse.svw.info/show/2021/2887/tabelle/
Brettpunkte Mannschaftspunkte
1. Heilbronner SV 43:13
14:0
2. SK Bebenhausen 31:9
8:2
3. SF Deizisau II 25,5:14,5
7:3
4. TG Biberach 1847 22,5:25,5
6:6
5. Stuttgarter SF 1879 II 21,5:26,5
6:6
6. SK Schmiden/Cannstatt 1880 19,5:20,5 5:5
7. TSV Schönaich 1905 21:19
4:6
8. SV Nürtingen 1920 13,5:26,5
2:8
9. SG Schwäbisch Gmünd 1872 12,5:27,5 2:8
10. SC Weiße Dame Ulm 6:34
0:10
Schach-Oberliga
Bebenhausen schlägt den Tabellenführer aus Heilbronn und hat nun Aufstiegschancen in die 2. Bundesliga
BEBENHAUSEN. In der 8. Runde der Schach-Oberliga Württemberg empfing der Tabellenzweite Schachklub Bebenhausen 1992 den verlustpunktfreien Spitzenreiter Heilbronner SV. Das Spitzenspiel begann mit ordentlich Verspätung, da die Heilbronner in einem Stau im Engelbergtunnel feststeckten. Doch die Gastgeber zeigten sich sportlich-fair und beantragten beim Schiedsrichter, auf einen kampflosen Sieg zu verzichten. An Brett 2 hatte Bebenhausens Teamchef Rudolf Bräuning allerdings nach einer Stunde immer noch keinen Gegner, weshalb sein Team kampflos mit 1:0 in Führung gingen. Der ehemalige Bebenhäuser Jugendspieler Philipp Wenninger trennte sich am Spitzenbrett durch ein Dauerschach friedlich vom Bebenhäuser Spitzenspieler Georg Braun. Die klare Niederlage von Jürgen Roth (Brett 4), der mit seiner englischen Eröffnung gegen Enis Zuferi ziemlich unter die Räder kam, bedeutete den 1,5:1,5-Ausgleich. Einen sehr guten Tag hatte Andreas Carstens (6) erwischt. Sein Gegner Philipp Huber allerdings weniger, weshalb die Bebenhäuser schnell wieder in Führung gingen. Nach einer leistungsgerechten Punkteteilung von Boris Latzke (3) endete mit dem Sieg von Farhad Khadempour (7) die spannendste Partie dies Tages. Khadempour und Richard Dudek riskierten alles – mit dem besseren Ende für den Tübinger. Einen Rückschlag mussten die Gastgeber durch die Niederlage von Ersatzspieler Lars Kasüschke (8) gegen Ramin Geshnizjani hinnehmen. Somit lag es an Teamsenior Christoph Frick (5), seine Partie im Läuferendspiel gegen Nikolas Pogan remis zu halten und den 4,5:3,5-Heimsieg zu sichern.
Damit mussten die Heilbronner die vorzeitige Meisterschaftsfeier abblasen. In der Schlussrunde am 15. Mai 2022 dürfen sie nun gegen die Routiniers vom SK Schmiden/Cannstatt 1880 nicht verlieren. Sonst steigt der Gewinner des Verfolgerduells zwischen der Erstligareserve der SF Deizisau und dem SK Bebenhausen in die 2. Bundesliga auf.
Die Einzelergebnisse:
SK Bebenhausen I – Heilbronner SV I 4,5:3,5
Brett
1. Braun, Georg – Wenninger, Philipp ½:½
2. Bräuning, Rudolf – Kabisch, Thilo +:-
3. Latzke, Boris – Degenhard, Simon ½:½
4. Roth, Jürgen – Zuferi, Enis 0:1
5. Frick, Christoph – Pogan, Nikolas ½:½
6. Carstens, Andreas – Huber, Philipp 1:0
7. Khadempour, Farhad – Dudek, Richard 1:0
8. Kasüschke, Lars – Geshnizjani, Ramin 0:1
Alle Einzelergebnisse der 8. Runde der Oberliga: „https://ergebnisse.svw.info/show/2021/2887/runde/8/“.
Die Tabelle der Oberliga Württemberg 2021/2022 nach der 8. Runde: „https://ergebnisse.svw.info/show/2021/2887/tabelle/“:
Brettpunkte Mannschaftspunkte
1. Heilbronner SV 46,5:17,5 14:2
2. SK Bebenhausen 47:17 13:3
3. SF Deizisau II 42,5:21,5 13:3
4. Stuttgarter SF 1879 II 30:34 8:8
5. SK Schmiden/Cannstatt 1880 27:29 7:7
6. TSV Schönaich 1905 30:34 7:9
7. TG Biberach 1847 25,5:30,5 6:8
8. SG Schwäbisch Gmünd 1872 22,5:33,5 4:10
9. SV Nürtingen 1920 21:43 4:12
10. SC Weiße Dame Ulm 12:44 0:14
Schach-Oberliga
Bebenhausen Zweiter in der Oberliga Württemberg
Aufstiegschancen in die 2. Bundesliga waren schnell verflogen
STUTTGART. Wenig Spannung kam in der zentralen Schlussrunde der Schach-Oberliga Württemberg im Stuttgarter Bürgerzentrum West auf. Der Tabellenführer Heilbronner SV hatte gegen den nur mit 5 Mann angetretenen SK Schmiden/Cannstatt 1880 leichtes Spiel und gewann schnell und locker mit 6:2. Die Unterländer konnten damit ihren ersten Aufstieg der Vereinsgeschichte in die 2. Bundesliga feiern. Im Verfolgerduell SF Deizisau II gegen SK Bebenhausen ging es damit früh nur noch um die goldene Ananas.
Die Deizisauer Bundesligareserve schaffte es nach einem kurzfristigen Coronafall nicht, vollständig anzutreten, so dass der Bebenhäuser Spitzenspieler Georg Braun zu einem kampflosen Sieg kam. Mit überzeugend herausgespielten Siegen erhöhten David Wendler (Brett 2) und Farhad Khadempour (7) auf 3:0 für die Schönbucher. Doch nach 4 Stunden Spielzeit verschlechterten sich so langsam alle verbliebenen Partien der Goldersbachtäler. Nur Andreas Carstens (6) hatte noch berechtigte Hoffnungen auf einen Sieg, welcher das 4:4 bedeutet hätte, was wiederum aufgrund des besseren Brettpunktverhältnisses Platz 2 in der Abschlusstabelle gesichert hätte. Zuerst musste der indisponiert spielende Rudolf Bräuning (3) und Christopher Freiherr von Hauff (8) empfindliche Niederlagen einstecken. Als Carstens sein vorteilhaftes Turmendspiel nicht gewinnen konnte und schließlich ins Remis einwilligen musste, schienen den Bebenhäusern endgültig die Felle davonzuschwimmen. Beim Stand von 3.5:2,5 wurden die Stellungen von Jürgen Roth (5) und Boris Latzke (4) immer hoffnungsloser. Roth musste dann auch bald seinem Gegner zum Sieg gratulieren. Aber Latzke kämpfte wie ein Löwe und erzielte nach 6 Stunden Spielzeit gegen den Internationalen Meister Valerij Bronznik doch noch eine Punkteteilung. Somit sicherte der Gniebeler seiner Mannschaft, die für viele vor der Saison ein Abstiegskandidat war, Platz 2 in der Oberliga Württemberg.
Die größte Freude auf Seiten des SKB hatte Farhad Khadempour, der mit 8.5 Punkten aus 9 Partien an Brett 7 den Topscorer-Preis des Schachverbands Württemberg gewann. Ebenfalls herausragend waren die 7 aus 8 von Georg Braun am Spitzenbrett, die 5,5 aus 6 von Christoph Frick an Brett 5 sowie die 4 aus 5 von David Wendler an Brett 2. Auch Teamchef Rudolf Bräuning punktete mit 6,5 aus 9 an Brett 3 überdurchschnittlich. Allerdings sind in allen Spitzenergebnissen auch coronabedingte kampflose Siege enthalten. Mit starken Jugendtalenten und Neuzugang Martin Hartmann vom SC Pforzheim 1906 sieht der SK Bebenhausen 1992 optimistisch in die Zukunft.
Die Einzelergebnisse:
SF Deizsau II – SK Bebenhausen I 4:4
Brett
1. GM Maurizzi, Marc Andria – FM Braun, Georg -:+
2. FM Fischer, Sebastian – Wendler, David 0:1
3. FM Dabo-Peranic, Robert – FM Bräuning, Rudolf 1:0
4. IM Bronznik, Valerij – Latzke, Boris ½:½
5. Gustain, Marc – FM Roth, Jürgen 1:0
6. Köllner, Aaron Noah – FM Carstens, Andreas ½:½
7. Gheng, Dominik – Khadempour, Farhad 0:1
8. Köllner, Christof – Freiherr von Hauff, Christopher 1:0
Alle Einzelergebnisse der 9. Runde der Oberliga: „https://ergebnisse.svw.info/show/2021/2887/runde/9/“.
Die Abschlusstabelle der Oberliga Württemberg 2021/2022 nach der 9. Runde: „https://ergebnisse.svw.info/show/2021/2887/tabelle/“:
Brettpunkte Mannschaftspunkte
1. Heilbronner SV 52,5:19,5 16:2
2. SK Bebenhausen 51:21 14:4
3. SF Deizisau II 46,5:25,5 14:4
4. TSV Schönaich 1905 35:37 9:9
5. TG Biberach 1847 34:38 9:9
6. Stuttgarter SF 1879 II 33:39 8:10
7. SK Schmiden/Cannstatt 1880 32,5:39,5 7:11
8. SG Schwäbisch Gmünd 1872 31,5:40,5 7:11
9. SV Nürtingen 1920 24,5:47,5 4:14
10. SC Weiße Dame Ulm 19,5:52,5 2:16