Noch eine allerletzte Chance
Noch eine allerletzte Chance
SCHMIDEN. Nach dem bitteren Aus im Deutschen Mannschaftspokal in Oranienburg ereilte den Schachklub Bebenhausen 1992 binnen einer Woche ein weiterer Schicksalsschlag. Das für den Klassenerhalt in der Oberliga Württemberg eminent wichtige Spiel beim Schachklub Schmiden/Cannstatt 1880 ging chancenlos mit 2,5:5,5 verloren. Hätten die Goldersbachtäler gewonnen, wäre Schmiden/Cannstatt schon abgestiegen gewesen. So aber steht den Schönbuchern das Wasser bis zum Hals.
Da die TG Biberach beim Tabellenführer Stuttgarter SF 1879 knapp mit 3,5:4,5 verlor, haben die Bebenhäuser am 7. April 2019 noch eine allerletzte Chance. Gewinnen sie in der Schlussrunde gegen Biberach, müssen die Oberschwaben absteigen. Gewinnt Bebenhausen nicht, ist der erstmalige Abstieg aus der dritten Liga Fakt.
Der Mannschaftskampf in Schmiden stand unter besonderen Vorzeichen. Alle Spieler waren schon lange vor dem Start im Spiellokal anwesend. Beide Teams begannen hochkonzentriert. Trotzdem kamen die Goldersbachtäler an einigen Brettern frühzeitig in Schwierigkeiten. Farhad Khadempour (Brett 4), Andreas Carstens (5) und David Wendler (8) kamen nicht gut aus der Eröffnung. Schon nach zwei Stunden Spielzeit hatten die Schönbucher an sieben von acht Brettern die deutlich schlechtere Bedenkzeit. Lediglich Carstens spielte flotter als sein Gegner und konnte die Seinen mit einem versteckten taktischen Trick in Führung bringen. Die Niederlage von Teamchef Rudolf Bräuning (2), der sich widerstandslos überspielen ließ, bedeutete den 1:1-Ausgleich, der auch nach dem Remis von Boris Latzke (6) Bestand hatte. Erstmals Hoffnung für die Tübinger keimte auf, als Georg Braun am Spitzenbrett seinen Gegner überspielte und mit einem Damenopfer wunderschön schachmatt setzte, Doch trotz 2,5:1,5-Führung war für Bebenhausen nichts mehr zu holen. Nach und nach verloren Jürgen Roth (7), Khadempour, Wendler und schließlich Christoph Frick (3) chancenlos.
Nach dem frustrierenden Ergebnis konnten die Goldersbachtäler noch froh sein, dass sie aufgrund der anderen Ergebnisse in der zentralen Schlussrunde am 7 April 2019 immer noch eine Chance auf den Klassenerhalt haben. Gegen die starke TG Biberach ist dies allerdings die allerletzte Chance.
Die Einzelergebnisse:
SK Schmiden/Cannstatt 1880 – SK Bebenhausen I 5,5:2,5
Brett
1. Holzhäuer, Mathias – Braun, Georg 0:1
2. Trachtmann, Mark – Bräuning, Rudolf 1:0
3. Niklasch, Oliver – Frick Christoph 1:0
4. Krockenberger, Martin – Khadempour, Farhad 1:0
5. Thoma, Christian – Carstens, Andreas 0:1
6. Eisele, Steffen – Latzke, Boris ½:½
7. Löhr, Markus – Roth, Jürgen 1:0
8. Witke, Thomas – Wendler, David 1:0
Alle Einzelergebnisse der 8. Runde: https://ergebnisse.svw.info/show/2018/2305/runde/8/
Die Tabelle der Oberliga Württemberg nach der 8. Runde: https://ergebnisse.svw.info/show/2018/2305/tabelle/
Brettpunkte Mannschaftspunkte
1. Stuttgarter SF 1879 40,5:23,5 14:2
2. Heilbronner SV 37,5:26,5 13:3
3. SC Böblingen 39:25 12:4
4. SG Schwäbisch Gmünd 29,5:34,5 9:7
5. SC Weiler im Allgäu 37:27 8:8
6. SF Deizisau II 32,5:31,5 8:8
7. TG Biberach 31:33 6:10
8. SK Schmiden/Cannstatt 1880 28,5:35,5 6:10
9. SK Bebenhausen 30:34 4:12
10. SK Sontheim/Brenz 14,5:49,5 0:16
Schach-Oberliga
Die unabsteigbaren Bebenhäuser